7. Predigerinnentag im Essener Dom: Mutmachende Worte und lebendiger Dialog

Predigerinnentag-Dom-Essen

Am Sonntag, 3. Mai 2026, lud die kfd Diözesanverband Essen zu einem besonderen Gottesdienst in den Essener Dom ein. Der 7. Predigerinnentag stand ganz im Zeichen der kfd als starke Gemeinschaft von Frauen in der Kirche – mit dem klaren Anliegen, Frauen zu stärken, ihnen Raum zu geben und ihre Stimmen hörbar zu machen.

Rund 120 Besucherinnen und Besucher folgten der Einladung und erlebten einen eindrucksvollen Gottesdienst, der bewusst von Frauen gestaltet wurde. Der Gottesdienst wurde geleitet von Bernd Wolharn, Domvikar und Cityseelsorger, der sich wie in den vergangenen Jahren als äußerst kooperativ und zugewandt gezeigt hat.

Da die Stelle der Geistlichen Leiterin derzeit noch bis Juni vakant ist, übernahmen Ulrike Fendrich (ehem. Geistliche Leiterin des DV-Essen) sowie Elisabeth Hartmann-Kulla (Geistliche Leiterin in St. Pius, Bochum-Wattenscheid) die Aufgabe der Verkündigung. In Form einer Dialogpredigt gelang es ihnen, die Botschaft des Evangeliums lebendig, nahbar und ermutigend zu vermitteln.

Im Mittelpunkt stand das Evangelium nach Johannes (Joh 14, 1–12): „Lasst euer Herz nicht verwirren“ Gerade diese Worte wurden als starke Zusage verstanden – für jede und jeden Einzelnen, aber besonders auch für Frauen in der Kirche, die ihren Platz suchen und gestalten. Die Aussage Jesu „Ich bin der Weg“ wurde dabei als Einladung gedeutet, mutig den eigenen Weg im Glauben zu gehen und sich nicht entmutigen zu lassen.

Ein besonderer Akzent lag auf der Würdigung von Frauen, die für die kfd und das kirchliche Leben von Bedeutung sind. Stellvertretend wurden unter anderem Äbtissin Mathilda, sie war vermutlich die bedeutendste Äbtissin des Essener Frauenstifts: Sie leitete das geistliche Stift, eine religiöse Frauen- und Mädchengemeinschaft. Und sie vertrat das Stift nach außen: hier agierte sie auf Augenhöhe mit den wichtigsten Herrschern, Adeligen und Bischöfen.

Elisabeth Groß, die Ehefrau des Seligen Nikolaus Groß, sie hat ihrem Mann aus Treue zum Glauben und aus Liebe zu ihm den Rücken freigehalten, hat ihm im Hintergrund beigestanden durch praktische Fürsorge und gläubiges Gebet. Neben einem starken Mann war sie eine ebenso starke Frau.

Annette Jantzen, eine feministische Theologin, will Frauen und ihren Glaubenserfahrungen einen Ort im Gottesdienst geben: durch eine weiblichere Sprache in der Liturgie, die einseitig männlich geprägte Engführungen überwindet.

Schwester Philippa Rath, Benediktinerin im Kloster Eibingen, Mitglied der Synodalversammlung, Autorin des Buches „…Weil Gott es so will“. Sie hat Hunderten von Frauen die Möglichkeit gegeben, über ihre Berufungen zum diakonalen und priesterlichen Dienst zu sprechen, die in der Amtskirche bislang kein Gehör gefunden haben.

Der Gottesdienst machte deutlich, wofür die kfd steht: für Gemeinschaft, für gegenseitige Unterstützung und für eine Kirche, in der Frauen selbstverständlich Verantwortung übernehmen und ihre Berufung leben können.

Im Anschluss nutzten viele Teilnehmende die Gelegenheit zum Austausch im Kreuzgang des Doms. In offenen Gesprächen wurde spürbar, wie wertvoll solche Begegnungen sind und wie sehr sie dazu beitragen, Frauen zu vernetzen, zu ermutigen und zu stärken.

Der Predigerinnentag war somit nicht nur ein Gottesdienst, sondern ein kraftvolles Zeichen der kfd: Frauen gestalten Kirche – sichtbar, hörbar und gemeinsam.

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