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Uganda-Projekt

Über das Schulsystem in Uganda ist zu berichten:


Bild aus PalmblätterMehr als die Hälfte der Menschen in Uganda sind jünger als 15,5 Jahre. Nur wenige von ihnen haben Chancen auf einen guten Schulabschluss und eine Berufsausbildung, die ihnen einen guten Lebensunterhalt garantieren würde. DieStruktur von Ugandas Bildungssystem besteht aus sieben Jahren Grundschule, der eine vierjährige Phase der Mittelschule und eine zweijährige Phase der Oberschule folgt. 3 bis 5 Jahre werden im Folgenden für ein Hochschulstudium veranschlagt. 
Grundschulbildung

Seit 1997 ist die Grundschulbildung frei. Die Schülerzahlen stiegen um über 2,5 Millionen auf ca. 6.8 Millionen im Jahr 2000. Dennoch, die Qualität der Grundschulbildung leidet bis heute, mit überfüllten Klassenzimmern, schlecht ausgebildeten Lehrern und schlechtem Schulmanagement. Laut der ugandischen Tageszeitung lt New Vision hat Uganda die höchste Schulabbrecherquote in Ostafrika. Nur 29 % der im Jahr 2006 eingeschulten Kinder beendete die 7-jährige Primarschulzeit 2012. 
Sekundarschule
Seither konnten nur wenige Jugendliche die Sekundarschule besuchen. Die Kosten von durchschnittlich 130 $ pro Jahr können viele Eltern nicht aufbringen. Im Jahr 2007 führte Uganda als erstes Land Afrikas südlich der Sahara die freie Sekundarschulbildung ein. Bereits ein Jahr später wuchsen die Zahlen der Schüler, die die Primarschule beendeten und auf die Sekundarschule wechselten, von 50 % auf 69 %. Über 1000 staatliche und private Schulen wurden für das Programm ausgewählt.

Hochschulbildung
Bereits im Jahr 1922, noch während der Kolonialzeit, wurde die Makerere Universität, damals als technische Schule, erbaut. Heute studieren dort über 30.000 Studenten. Die Batik Frauen in UgandaHochschule zählt zu den bedeutendsten Universitäten in ganz Ost- und Zentralafrika. Insgesamt verfügt Uganda über 6 staatliche und derzeit 25private Hochschulen, Tendenz steigend. Nur wenige Sekundarschulabsolventen können mit einem Stipendium kostenfrei studieren. Für alle anderen ist der Besuch einerlt  Hochschule eine sehr teure Angelegenheit."
(aus:  http://liportal.giz.de/uganda/gesellschaft/)

Situation der Frauen in Uganda
Die Situation der Frauen in Uganda ist wie in vielen Ländern Afrikas gekennzeichnet von einer hohen Müttersterblichkeit, unterdurchschnittlich niedrigen Alphabetisierungsraten und einer weit stärkeren Arbeitsbelastung von Frauen im Vergleich zu der von Männern.

Das bedeutet, dass Mädchen und Frauen in der Regel keine Schulausbildung erhalten. Deshalb hat der Diözesanvorstand vor 5 Jahren entschieden, hier anzusetzen und die Schul – bzw. die Studiengebühren von Mädchen und Frauen zu übernehmen. Wichtig war dabei, etwas von dem persönlichen Leben der Schülerin oder Studentin zu wissen bzw. zu kennen und in keinem Fall eine anonyme Unterstützung zu gewähren. Deshalb übernahm der Diözesanverband, unterstützt durch die Spenden/Kollekten der kfd-Mitglieder, individuelle Ausbildungspatenschaften:
Unsere Bilanz nach fünf Jahren

Irene aus Kamapla UgandaIrene Nyambale hat ihr Studium in Sozialwissenschaften 2012 abgeschlossen. Leider hat sie bis heute noch keine Anstellung gefunden, die ihr ein geregeltes Einkommen sichert. Um ihr berufliches Vorwärtskommen zu beschleunigen, hat sie von einer kfd-Frau einen PC erhalten, die Soft-Ware hat der Diözesanverband finanziert. Ohne diese Unterstützung hätte sie überhaupt keine Chance, irgendwann eine feste berufliche Anstellung zu finden.

Betty, eine Schülerin in Kampala, wird in 2015 ihre gymnasiale Ausbildung beenden.

Jane Kyakuwa musste als junges Mädchen die Schule verlassen, weil sie geschwängert wurde.Allerdings hatte sie das Glück, auf unsere Kontaktperson in Kampala, Frau Dr. Namubiru, zu treffen. Sie sorgte dafür, dass Jane einen guten Schulabschluss machen und danach ein Studium in Verwaltungswissenschaften aufnehmen konnte. Seit 2012 unterstützt der Diözesanverband Jane.  Sie wird auch in 2015 ihr Studium mit einem Bachelorabschluss abschließen.

Gloria Aletiru lebt mit ihrer Familie im Norden Ugandas, in Arua. Die Entscheidung, sie zu unterstützen, fiel nach einem Besuch der Geschäftsführerin, Frau Jansen, in diesem Teil Ugandas in 2011. Dazu ist wichtig zu wissen: Schon während der Kolonialzeit wurde der Süden Ugandas vorrangig entwickelt. Dies ist heute immer noch so. In den letzten Jahren hat sich dieses Süd-Nord-Gefälle durch den über 20-jährigen kriegerischen Konflikt in Norduganda verstärkt, der im Norden jegliche Entwicklung lähmte und die Armut massiv verstärkte. 
Gloria Aletiru studiert Agrarwissenschaften an der Universität von Kampala und wird das Studium ebenfalls voraussichtlich in 2015 abschließen.

Scovia aus Urua UgandaScovia Baodia lebt auch mit ihrer Familie in Arua. Mit der Unterstützung der kfd-Frauen konnte sie ihre höhere Schulausbildung in 2014 abschließen. 

Nach der erfolgreichen Beendigung der Schulausbildung von Scovia entschied der Diözesanvorstand im September 2014, nochmals eine Ausbildungspatenschaft  für eine junge Frau im Norden Ugandas zu übernehmen.

Fazit:
In den 5 Jahren haben fünf Frauen eine qualifizierte Schul- bzw. Hochschulausbildung antreten können und sie haben sie auch beendet. Ohne die Unterstützung der kfd-Frauen hätten sie diese Chance nicht gehabt. Sie haben sie genutzt.

Das ist ein wichtiger Schritt für ihr eigenes persönliches Leben, so wie sie es in den Briefen oder Emails immer wieder betonen. Es ist aber auch eine Perspektive für weitere Familienmitglieder. Denn einerseits ermutigen „unsere" Schülerinnen und Studentinnen weitere Mädchen und Frauen in ihren Familien, auf jeden Fall die Schule zu besuchen, denn nur so gäbe es eine Chance, dass sich das Leben zu einem besseren ändern könne.

Andererseits, weil „unsere" Schülerinnen und Studentinnen eine abgeschlossene Schulausbildung haben, besteht eine mittelfristige Chance, dass, wenn sie eine berufliche Perspektive erhalten, sie ein relativ regelmäßiges Einkommen beziehen könnten, mit dem sie auch ihre Familie mittelfristig unterstützen können.

In den 5 Jahren sind Kontakte entstanden, die deutlich machen, dass es über Grenzen und Kontinente hinweg möglich ist, Solidarität zu entwickeln und zu leben. Wenn die kfd-Frauen die wirtschaftliche Kraft dafür eingesetzt haben, kann man mit Sicherheit sagen, dass die ugandischen Frauen ihre Glaubenskraft für die kfd-Frauen eingesetzt haben. Jeder Brief, jede Nachricht endete mit einem Gebet und Segenswunsch für sie und ihre Familien.


Damit alle Frauen genannten Frauen ihre Ausbildung abschließen können, sind Spenden immer noch notwendig:


Kontoverbindung des Diözesanverbandes Essen

Kfd DV Essen
DE11360602950027930018
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Stichwort: Uganda-Projekt

 

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