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„Wir Frauen – kfd Frauen und Frauen, die nach Deutschland geflohen sind“

IMG 5862Es war ein Experiment, das aber nach Rückmeldung der Teilnehmerinnen am Studientag des Diözesanausschusses am vergangenen Samstag gelungen ist.

Denn die Teilnehmerinnen ließen sich zunächst aus ausgewählter Literatur vorlesen, die aus den Ländern stammte, aus denen Frauen, Männern und Kinder z. B. nach Deutschland geflohen sind, d.h. aus Afghanistan, Iran, Syrien. Das Evangelische Literaturportal (ELiPort) in Göttingen hat eine Literaturreihe unter dem Titel „An verschwundenen Orten“ zusammengestellt, die diese interessanten und spannenden Bücher umfasst, aus denen beim Studientag vorgelesen wurde. Die vorgelesenen Geschichten über Fluchterfahrungen, Gründe für eine Flucht oder die Erfahrungen bei der Ankunft in einem total fremden Land wurden „lebendig“, als eine Frau aus der Demokratischen Republik Kongo und eine aus Tscheschenien (am Kaukasus) „wahre“ Geschichten ihrer eigenen Flucht oder die von anderen Frauen erzählten.

 

IMG 5859Diese Erzählungen rührten die Frauen an und machten sie teilweise sprachlos angesichts der  menschenverachtenden Erfahrungen, die die beiden Erzählerinnen zum Teil selbst nur unter großen Emotionen vortragen konnten. Dies schärfte bei den Teilnehmerinnen die Perspektive das differenziert zu betrachtende einzelne Schicksal einer jeden einzelnen Frau, die nach Deutschland kommt, um so Vorurteilen, auch unter kfd-Mitgliedern, entgegentreten zu können.

Denn, so die beiden Erzählerinne: Jede Hilfe ist gut, verlangt aber auch ein sensibles Einfühlungsvermögen, besonders dann, wenn Erfahrungen von der Flucht wie z.B. Vertrauensbruch (z. B. durch Schleuser), ständige Angst vor Gewalt und Missbrauch („Alles hat seinen Preis!“), Verlust oder Verlassenheit von Kindern und anderen Familienmitgliedern etc. verhindern, dass die Frau die deutsche Sprache erlernen kann.

„Öffnet eure Türen und Herzen und begegnet einander im Gespräch. Lasst euch erzählen! “ war der abschließende Appell der Frau aus dem Kongo, die besonders viele unbegleitete junge Flüchtlingsfrauen als Dolmetscherin begleitet. Nur in der Begegnung und beim Erzählen könnten Vorbehalte aufgebrochen und Türen geöffnet werden.

Als praktische Anregung nahmen die Teilnehmerinnen die Gestaltung des Studientages mit: Aus ausgewählter Literatur vorzulesen, z.B. bei einer Veranstaltung der kfd mit der KÖB in der Gemeinde/Pfarrei und dazu dann Frauen aus verschiedenen Herkunftsländern einladen, die über ihre Flucht – und Ankunftserfahrungen in Deutschland erzählen. diese „Kombination von Vorlesen und Erzählen wird eine sehr interessantes Frauengesprächsangebot sein.

Die ganze Literaturreihe „An verschwundenen Orten“ ist im MEDIENFORUM im Bistum Essen vorrätig

Hier finden Sie den 

Link zum Evangelischen Literaturportal und Datei mit der Literaturliste

Link zum MEDIENFORUM

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