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Sternenhimmel in einer FrauenNacht

 MG 3626 6881Essener Dom in Frauenhand

Bis auf den letzten Platz war der Dom am vergangenen Freitagabend mit Frauen gefüllt. Der Diözesanverband der kfd im Bistum Essen hat unter dem Motto „Sternenhimmel in einer Frauennacht“ zu einer besonderen spirituellen Veranstaltung in den Dom eingeladen. Der Dom als Frauenort? Diese Vorstellung drängt sich nicht sofort auf, aber tatsächlich haben seit der Gründung eines Frauenstifts im Jahr 850 über einen Zeitraum von mehreren Jahrhunderten machtvolle Stiftsfrauen an dieser Stelle gelebt und großen Einfluss auf die spätere Entwicklung der Stadt Essen ausgeübt. Ihre Stiftskirche stand an der Stelle des jetzigen Doms.

Gleich beim Eintreffen wurden den Frauen vorgeschlagen, sich den Dom in Ruhe anzusehen und ihnen wurde an einigen wichtigen Orten, wie z.B. der Goldenen Madonna,  dem Siebenarmiger Leuchter, in der Adveniat-Krypta, in der Nikolaus-Groß-Kapelle, bei den Bistumspatronen Cosmas und Damian  durch sog. „Domfrauen“ zugeraunt, was es Wichtiges über diesen Ort zu sagen gibt.

Was erlebten die 410 Frauen an diesem Abend? Zunächst einen Konzertbeitrag des Mädchenchores am Essener Dom unter der Leitung von Prof. Wippermann, für den sich die Besucherinnen mit großem Applaus bedankten.

Danach waren „Sterne“ für den Rest des Abends Thema aller Beiträge und Aktivitäten. Dabei ließen sich die Initiatorinnen von folgendem, Nelson Mandela zugeschriebenen Zitat leiten:

 „Wir sind alle bestimmt, zu leuchten, wie es die Kinder tun. Wir sind geboren worden, um den Glanz Gottes, der in uns ist, zu manifestieren. Er ist nicht nur in einigen von uns. Er ist in jedem (jeder)Einzelnen. Und wenn wir unser Licht erscheinen lassen, geben wir unbewusst anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun.“

Weiter heißt es in dem Text:

Unsere tiefste Angst ist nicht,

dass wir unzulänglich sind,

unsere tiefste Angst ist,

dass wir unermesslich machtvoll sind.

Es ist unser Licht, das wir fürchten,

nicht unsere Dunkelheit.

Wir fragen uns: „Wer bin ich eigentlich,

dass ich leuchtend, begnadet, phantastisch sein darf?“

Dieses Motiv war die Grundlage der Texte einer musikuntermalten Textkollage, die in dem farbig ausgeleuchteten Dom ganz wirkungsvoll zum Nachdenken anregte.

Anschließend ließen sich alle Frauen in Bewegung bringen. Im Pilgerschritt wurde zu Pachelbel durch den Dom getanzt und alle hatten Freude daran. In einem letzten Block leitete Frau Stockhofe Gebärden zu einer musikalischen Version von „Gabriellas Song“ an. Das Lied handelt von einer Frau, die nach einer Gewalterfahrung ihre Sehnsucht nach Leben und Stärke und Freiheit zum Ausdruck bringt. Lied und Text sind im Internet zu finden. Die Frauen standen in den Bänken und Gängen und haben anhand der Gebärden versucht, dieser Sehnsucht nach Liebe und Frieden, dem Himmel und den Sternen näher zu kommen. Eine ergreifende Passage.

Gegen 10 Uhr nahm eine überaus gelungene Veranstaltung mit einem Segen ihr Ende. Die Besucherinnen und die Akteurinnen waren sich einig, dass dieser Abend gelungen ist und alle Erwartungen erfüllt wurden.

Christel Misz 

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